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                    Grenzlandgrün            

niederrheinisch - nachhaltig   

Mittwoch, 10. April 2019

Der marktgerechte Patient

„VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung“ mit Filmvorführung in Zusammenarbeit mit der IPPNW-Regionalgruppe Mönchengladbach und der Königsburg Süchteln am Donnerstag, 23. Mai, 19 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung hier


Dienstag, 12. März 2019

"Flächenfraß und Menschenwürde": Über nachhaltiges Bauland in der Region Düsseldorf  

© Bernd Kasper / pixelio.de

"Zwischen 1992 und 2016 stieg die bundesdeutsche Bevölkerung um 3% und die Siedlungsfläche um 29,7%. Zwischen 2019 und 2040 wird die Bevölkerung im Planungsbezirk Düsseldorf um 3% wachsen. Wie hoch ist deren Siedlungsflächenbedarf unter Berücksichtigung der aus dem Kreis Viersen stammenden Hinweise für nachhaltiges Bauen und ein gepflegtes Lebensalter?  Beachte dabei,  dass nicht nur der Mensch auf der Erde lebt, die Erdoberfläche eine Konstante ist, das operative Ergebnis der Düsseldorfer LEG bis 2020 auf mindestens 356 Millionen Euro wachsen soll, aber das nordrhein-westfälische Ökobudget nur für 68 Tage pro Jahr ausreicht." 

Vor dieser politischen Rechenaufgabe stehen derzeit Kommunal- und Regionalpolitiker*innen aus den Städten Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen, Wuppertal und den Kreisen Kleve, Mettmann, Neuss und Viersen. Die Lösung ist nicht einfach. Erschwerend kommt hinzu, dass das Bevölkerungswachstum um 3% nur ein durchschnittliches ist: Düsseldorf kann mit einem Zuwachs von 80.911 Menschen rechnen. Der Kreis Viersen kann sich auf einen Verlust von 8.736 Menschen einstellen. Dennoch sollen nach dem Vorschlag der Regionalplanungsbehörde im Kreisgebiet 8.953 neue Wohnungen entstehen. Ist der Düsseldorfer Wohnungsengpass mit mehr Bauland in der Planungsregion zu beseitigen? Lesen Sie mehr


Samstag, 26. Januar 2019

Über meditatives Gucken, Reklamemonster und fahrende Litfasssäulen: Busse mit zugeklebten Fenstern 

Allein im Kreis Viersen verkehren 55 Buslinien. Und es scheint, dass immer mehr davon für Blindfahrer und Blindfahrerinnen angeboten werden. Was in den 1990er Jahren entstanden ist und Busfahrgäste in Großstädten schon seit langem beklagen, wird derzeit auch im ländlichen Grenzland zunehmend zum Ärgernis: die so genannte „Buswerbung durch Ganzgestaltung“. Das im Grenzland aktive Busunternehmen „Kraftverkehr Schwalmtal“ preist seine Buswerbung mit der Überschrift „Für Sie unterwegs“ an. Damit sind allerdings nicht Fahrgäste gemeint, sondern die werbende WirtschaftLesen Sie mehr 


Dienstag, 18. Dezember 2018

Über die Transformation vom nationalen Wirtschafts- zum globalen Wohlstandswunder 

Er hat sozialpsychologische Theorien und Begriffe wie die kognitive Dissonanz, (Festinger) oder die Selbstwirksamkeitserwar-tung (Bandura) befeuert. Er hat zu Erkenntnissen rund um das Risikoparadox (Ortwin Renn) geführt. Er löst unzählige Kursangebote und Ratgeber darüber aus, wie man sich gesund ernähren, sein Gewicht reduzieren, den Klimawandel aufhalten, Tiere schützen, die globalen Arbeitsbedingungen verbessern, mehr Sport treiben, weniger Alkohol trinken oder das Rauchen einstellen kann. Er erzeugt ein diffuses Unbehagen und die Erkenntnis,  dass es so nicht weiter gehen kann. Doch seine Folgen werden gern wie ein schmutziges Geheimnis weggeschoben. Die Rede ist von unserem in der Zeit des „Wirtschaftswunders“ geprägten Lebensstil. Zwei VHS-Grenzlandgrün-Workshops beschäftigten sich mit der Frage, wie man globale Nachhaltigkeit so in Alltagshandeln umsetzen kann, dass es nicht nur bei guten Vorsätzen bleibt, mit denen nach einer Erkenntnis des irischen Schriftstellers George Bernard Shaw der Weg zur Hölle gepflastert ist. Lesen Sie mehr 


Donnerstag, 6. Dezember 2018

„No free lunch“ – Globale Gesundheit und das „Weniger ist manchmal mehr“  

„„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Und sie ist ein Grundrecht. So steht es bis heute in der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation, die in diesem Jahr 70 wurde. Wer Bilder aus afrikanischen Krankenhäusern sieht oder sich bei den „Ärzten ohne Grenzen“, "medico international" oder bei der  "action medeor" informiert, weiß, dass das Grundrecht auf Gesundheit tagtäglich massiv verletzt wird. Auch bei der bundesdeutschen Luft- und Wasserreinhaltepolitik kommen mittlerweile Zweifel auf, ob diesem menschlichen Grundrecht immer die oberste Priorität jeder politischen Entscheidung zukommt. Dass die allumfassende Gesundheitsdefinition der WHO für den Alltag „vor Ort“ - im niederrheinischen Grenzland oder in Kinshasa - nicht ohne Probleme ist, machte der VHS-Grenzlandgrün-Abend zur globalen Gesundheit deutlich. Lesen Sie mehr



Mittwoch, 28.. November 2018

Abschied von fragwürdigen Weltbildern:
Mit homo oeconomicus in die Villa Kunterbunt
 

„Ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt.“ Andrea Nahles` ebenso berühmte wie schräge Pippi-Langstrumpf-Gesangseinlage in der Bundestagssitzung vom 3. September 2013 sollte verdeutlichen: Weltbilder gelten als objektiv, sind es aber nicht, weil sie von Menschen gemacht sind. Weltbilder sind unterschiedlich und wandelbar. Noch im Mittelalter galt die Erde als flache Scheibe, obwohl Aristoteles schon drei Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung begründet hat, warum die Erde eine Kugel ist. Auch unsere ökonomischen Weltbilder gehören auf den Prüfstand. Warum das so ist, begründete  der Wuppertaler Autor und Handelslehrer Patrick Brehm beim VHS-Grenzlandgrün-Abend. Lesen Sie mehr 


Dienstag, 27. November 2018

Gemeinwohlökonomie – Wie nachhaltig sind gute Geschäfte? 

"Was ist das Ziel aller wirtschaftlichen Aktivitäten?“ Schon die ersten Antworten auf diese scheinbar einfache Frage Jan Ovelgönnes ans Publikum machten deutlich: „Unsere derzeitige Wirtschaft“ scheint weniger in die Gesellschaft eingebunden zu sein und weniger rational zu funktionieren als es in den volkswirtschaftlichen Lehrbüchern steht. Um "gute Geschäfte" ging es beim "VHS-Grenzlandgrün-Abend" zum Thema Gemeinwohlökonomie. Dr. Ralf Resch aus Neuss und Jan Ovelgönne aus Arnsberg machten deutlich: Es gibt Alternativen zum rasenden Roulette im globalen finanzmarktgetriebenen Kapitalismus. Lesen Sie mehr 


Freitag, 16. November 2018

Runter vom Mount Everest: Entwickeln statt wachsen 

Das Statistische Bundesamt meldete jüngst einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2% für das 3. Quartal 2018. Kommentatoren sahen "düstere Anzeichen" einer bevorstehenden Schrumpfung.  Dabei ist es bereits 46 Jahre her, dass Dennis Meadows und eine Reihe weiterer Autoren mit dem Buch „Limits to Growth“ die westlichen Gesellschaften mit einer eigentlich ziemlich trivialen Erkenntnis schockierte: Ein endlicher Planet hat nicht genügend Material und Tragekapazität für ein unendliches Wachstum. In seinem Buch „Adieu Wachstum. Das Ende einer Erfolgsgeschichte“ beschreibt Dr. Norbert Nicoll Geschichte und Auswirkungen der kapitalistischen Wachstumsidee und der mit ihr verbundenen Denkweisen und politischen Handlungszwänge. Er eröffnet sein Buch mit einem lakonischen Zitat des polnischen Satirikers Stanislaw Jerzy Lec: „Wir befinden uns zwar auf dem falschen Gleis, gleichen dieses Manko aber durch höhere Geschwindigkeit wieder aus.“ Ob und wie wir während der Fahrt das Gleis wechseln können, war Thema einer VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung mit Dr. Norbert Nicoll. Lesen Sie mehr


Dienstag, 13. November 2018

Mit Zuversicht den Geist dekolonisieren 

Tina Adomako

Sie umfassen mehr als tausend Journalisten und Journalistinnen, stehen für Vielfalt und Interkulturalität und treten für eine ausgewogene Berichterstattung über das Einwanderungsland Deutschland ein: Die Neuen Deutschen Medienmacher. Die Düsseldorfer Journalistin Tina Adomako (Jg. 1957) gehört zum Vorstand des Vereins und war Gast der VHS-Grenzlandgrünreihe „Neuland Globale Nachhaltigkeit – Transformationen ins Ungewisse“. Ihr Thema „Nachhaltig leben – Was wir von Afrika lernen können“. Ihr Fazit: „Selbst wir in Afrika könnten viel mehr von uns und unserer Geschichte lernen.“ Ein Hauptgrund warum der globale Norden immer noch oft die Maßstäbe setze sei die anhaltende globale Kolonisierung des menschlichen Geistes. Neue Tendenzen zu einer Dekolonisierung seien aber erkennbar. Lesen Sie mehr


Mittwoch, 17. Oktober 2018

Strom der Zukunft: Smart und erneuerbar?  

Carolin Höher

Täglich liefert uns die Sonne eine Energiemenge, die den Bedarf dieser Welt um das 15.000 fache übersteigt. Aber 1,1 Milliarden Menschen auf dieser Erde haben keinen Zugang zu Strom. Für die meisten ist er einfach da. Er kommt verlässlich aus der Steckdose. Unternehmer stellen ihren Strom kaum selbst her. Sie deklarieren einen „Standortwettbewerb“ und fordern von „der Politik“ eine sichere und günstige Versorgung. Der Atomausstieg ist beschlossen. Kohlestrom wollen wir nicht mehr, weil er das Klima schädigt, also wechseln zu einem Ökoanbieter. Verbrennungsmotoren verpesten die Luft, also steigen wir um auf Elektromobilität… Doch damit ist es nicht getan. Denn auch bei den Erneuerbaren Energien geht es um Kinderausbeutung, globale Gerechtigkeit, physikalische und chemische Grenzen, um Datensicherheit oder neue Geschäftsideen eines regionalen Versorgers. Der VHS-Grenzlandgrün-Abend „Smart und erneuerbar – Was passiert hinter der Steckdose?“ beschäftigte sich mit Gegenwart und Zukunft der Energiewende vor Ort. Gäste waren der NEW Re – Geschäftsführer Tafil Pufja und die Wissenschaftsjournalistin Carolin Höher. Lesen Sie mehr


Dienstag, 9. Oktober 2018

Nachhaltig produzieren und konsumieren – Vollzugsdefizite auf dem Weg zum „One Planet Lifestyle“ 

Seit etwa fünf Jahrzehnten entwickelt sich der globale Umwelt-, Menschen- und Tierschutz zu einem eigenständigen Politikbereich. Er wird ständig von Diskussionen über Vollzugsdefizite begleitet. Ökosoziales Recht steuert oft nicht, sondern dient als Medium für die Botschaft, dass angeblich gesteuert wird. Schein und Sein fallen auseinander. Man nennt es „Symbolische Umweltpolitik“. Auch über die Kumpanei zwischen Staat und ökosozialen Krankmachern wird nicht erst seit dem „Diesel-Skandal“ geklagt. Fragen der globalen Nachhaltigkeit hängen eng mit Verwaltungskapazitäten, Vollzugsfeindlichkeit oder juristischem Opportunitätsermessen zusammen. Noch gilt: Wenn es um nachhaltige Entwicklung geht, handeln Unternehmen, Staat und Konsumenten nicht so wie es ihrem Wissen und ihren ethischen Grundsätzen entspricht. Die VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung „Entfesselt und fair – Welt retten mit dem Einkaufskorb?“ beschäftigte sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des nachhaltigen Konsums und der ökofairen Produktion in einer nicht-nachhaltigen Welt. Lesen Sie mehr


Dienstag, 2. Oktober 2018
Globale Nachhaltigkeit: 
Menschheit in Harmonie mit der Natur?  

„Eine Welt, in der die Menschheit in Harmonie mit der Natur lebt“ – So umschrieben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September 2015 ihre Vision für eine nachhaltige Entwicklung. Wie widersprüchlich unser Verhältnis zur so genannten Natur (nicht nur) am Niederrhein ist, zeigte die „VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung“ zum Nachhaltigkeitsziel Nr. 15 (Leben an Land). Obwohl es dabei um den globalen Schutz natürlicher Lebensgrundlagen geht, kommt der Begriff der Natur nicht vor. Lesen Sie mehr 

Montag, 1. Oktober 2018
Permakultur: Über Gartentugenden und Transformationsdesigns  

Sie ist ein Konzept aus den 1970ern und galt lange Zeit als eine etwas verschrobene Variante der ökologischen Landwirtschaft für Selbstversorger. Heute werden ihre zukunftsweisenden Elemente für ein globales Transformationsdesign entdeckt. Der niederrheinische Landschaftsgärtner und Sozialarbeiter Harald Wedig (Jg. 1955) hat sie zu seinem Lebensthema gemacht. Jürgen Dahl, der neugierige Gärtner und Philosoph vom Niederrhein,  hätte seine Freude daran gehabt. Die Rede ist von der Permakultur. In den VHS-Seminaren „Permakultur im Garten“ machten Harald Wedig, Wiebke Esmann (NABU-Naturschutzhof) und Sabine Mund (Permakultur Mönchengladbach) mit den Grundlagen der Permakultur vertraut. Sie fanden im April und September 2018 auf dem NABU-Naturschutzhof statt. Lesen Sie mehr


Sonntag, 16. September 2018
Nachhaltige Vollzugsdefizite:
Über die Nitratstudie des Kreises Viersen  

Der „Hambacher Forst“ und die Trinkwasserbrunnen im Kreis Viersen haben zweierlei gemeinsam. Sie stehen als Symbol für das Scheitern einer konsensorientierten Nachhaltigkeitspolitik und für den doppelzüngigen Umgang mit Vollzugsdefiziten. Das Gutachten zur interessegeleiteten Gewichtung zwischen Brand- und Klimaschutz am Beispiel des Hambacher Forsts fehlt noch. Das für das Verhältnis von Landwirtschaft und Trinkwasserschutz im Kreis Viersen liegt jetzt vor. Seine Sachlichkeit ist zwingend. Seine Ergebnisse sind alarmierend. Der Kreis Viersen muss sich Handlungsmöglichkeiten verschaffen und beim Schutz des Wassers aktiver werden. Eine Agrarwende ist ebenso überfällig, wie eine konsequente Umsetzung europäischer Umweltrichtlinien. Lesen Sie mehr

Dienstag, 11. September 2018

Eiserner Rhein: Wie ein Projekt entgleist 

Eiserner Rhein“ – Der Begriff steht im Kreis Viersen für 20 Jahre fruchtlose Debatten, für gescheiterte „Win-Win“-Hoffnungen,  für unzählige - mittlerweile wertlose, aber millionenschwere - Gutachten, für den schwierigen Umgang mit langfristigen Zukunftsperspektiven und für eine schwer nachvollziehbare Kirchturmpolitik. Wer kann einem Außenstehenden noch erklären, wie sich Stadt und Kreis Viersen verhalten wollen, wenn das mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Dülken-Kaldenkirchen verbundene Projekt des Bundesverkehrswegeplans tatsächlich in die Planfeststellung käme? Lesen Sie mehr



Samstag, 8. September 2018

Wasserschutz in der Region: Über Personalmangel, frisierte Nitratwerte und den guten Ton 

Die grüne Regionalratsfraktion hatte im Juli angefragt. Die Düsseldorfer Bezirksverwaltung hat nun geantwortet. Die Ergebnisse sind alarmierend. Das Vollzugsdefizit im Umweltbereich kann kaum deutlicher dargestellt werden. Trotz der Vorgaben der europäischen Wasserrahmen- und Nitratrichtlinien und trotz des entsprechenden Landeswassergesetzes hat sich in den letzten Jahren nicht viel bewegt. Besonders irritierend sind die Werte und Vorgänge im Kreis Viersen. Lesen Sie mehr


Freitag, 7. September

"Standortwettbewerb" oder "nachhaltige Entwicklung"?   

© Kurt Michel / pixelio.de

Handwerks-,  Industrie- und Handelskammern der Planungsregion Düsseldorf  laden derzeit zum Auftakt einer Dialogrunde zum regionalen Gewerbe- und Industrieflächenkonzept ein. Begründung: „Die langfristige Ausgestaltung mit marktfähigen Gewerbe- und Industrieflächen ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Kommunen in der Planungsregion". Passen Standortwettbewerb und nachhaltige Entwicklung zusammen?  Lesen Sie mehr


Montag, 18. Juni 2018

Neuland Globale Nachhaltigkeit - Transformationen ins Ungewisse

Die "VHS-Grenzlandgrün-Reihe" beschäftigt sich nach den Sommerferien in elf  Veranstaltungen jeweils donnerstags ab 19 Uhr  mit grundsätzlichen Aspekten und Widersprüchen der globalen Nachhaltigkeits-Agenda 2030. Dabei geht es unter anderem um unsere Auffassungen von Heimat, Wirtschaft oder Natur, unseren Umgang mit Ungewissheiten oder um politische Risiken der Digitalisierung.  Hier können Sie sich näher informieren.


Freitag, 27. April 2018

Es liegt was in der Luft...

„Atmen im Grenzland“- Wie gesund ist unsere Luft? Beim VHS-Grenzlandgrün-Abend zum  ging es um Atemfluss und Lebensenergie, ums Rauchen, um die 10 Jahre alte EU-Luftqualitätsrichtlinie, um den vor 45 Jahren ausgestrahlten Fernsehfilm „Smog“, ums Dieselfahrverbot oder den Schornsteinfegerkrebs. Der Abend zeigte, dass die als bürokratisch verrufene Luftreinhaltepolitik in vielen Bereichen erfolgreich war, dass es aber noch Defizite gibt: zum Beispiel beim Ultrafeinstaub, beim Ammoniak aus der Landwirtschaft, bei der Schifffahrt oder beim Flugverkehr. Lesen Sie mehr  


Samstag, 7. April 2018

Stadtgrün im Wandel: What’s growing on? 
Wann wird Kempen essbar?

Urban gardening, guerilla gardening, Protestgemüse…In den letzten 10 Jahren haben sich die Bilder von Stadtentwicklung und Stadtgrün verändert. Was als Basisbewegung begann, wird mittlerweile in die Stadtplanung eingebaut. Kempen hat rund 200 Hektar Grünflächen, davon 97 als Gebäude – oder Straßenbegleitgrün. Bei der Frage, wie öffentliche Grünanlagen gepflegt und gestaltet werden sollen, gehen die Meinungen nicht nur in Kempen auseinander. Die einen bevorzugen englischen Rasen und Parklandschaft, die anderen erfreuen sich an naturnahen Wildwiesen. Auch in Kempen gibt es Überlegungen, sich nach dem Vorbild von Andernach zur Essbaren Stadt zu entwickeln. Beim "VHS-Grenzlandgrün"-Abend halfen unterschiedliche Schilderungen aus Köln und Kleve bei der Entwicklung eines Konzepts für Kempen. Ein knappes Dutzend Kempener Bürgerinnen und Bürger will sich jetzt näher damit beschäftigen. Lesen Sie mehr 


Dienstag, 20. März 2018

Komplementär statt kompensatorisch 

Der VHS-Grenzlandgrün-Abend  in der Viersener Volksbank beschäftigte sich mit der Rolle von Stiftungen bei der nachhaltigen Entwicklung des Grenzlands. Am Beispiel der NRW-Stiftung, der „H- Looschelders – Stiftung“ und der „BÜ.NE“ stellte der Abend drei unterschiedliche Facetten der bunten Stiftungswelt dar und informierte in Grundzügen über Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen der Stiftungsgründung. Gäste waren Armin Huber (NRW-Stiftung), Herbert Looschelders (H. Looschelders-Sozial- und Ökologie-Stiftung, Günter Neumann (Volksbank Viersen) und Wolfgang Steinert (BÜ.NE – Bürgerstiftung Neuss). Lesen Sie mehr


Samstag, 3. März 2018

 „3 RX“ – unrentabel aber machbar   

Sie war für Juni 2017 angekündigt, wurde vor einigen Wochen veröffentlicht und fand bisher wenig Resonanz. Offenbar fallen deren Ergebnisse nicht im Sinne „der Wirtschaft“ aus. Es geht um die 3-RX–Machbarkeitsstudie. Sie bescheinigt dieser dritten Eisernen-Rhein-Variante, dass sie kostengünstiger umgesetzt werden kann als die Wiederbelebung der historischen Strecke oder der Bau des vor 10 Jahren heftig diskutierten und letztendlich vom NRW-Landtag favorisierten Schienenabschnitts entlang der Autobahn A52. Dennoch beziffert die Studie den gesellschaftlichen Nutzen des ganzen Projekts überraschend negativ, auch ohne mögliche Verkehrsauswirkungen der jüngsten US-Handelspolitik, der Klimaschutz- oder der Luftreinhaltungsdebatte und der Digitalisierung betrachtet zu haben. Lesen Sie mehr


Mittwoch, 21. Februar 2018

Investoren- statt  Gewässerschutz: Über den Schwarzbau REWE und den Ausbau des Amerner Kranenbachcenters 

Unter kommunalen Verwaltungsjuristen besteht Konsens, dass  Recht offen für Interpretationen ist. Man kann mit ihm je nach Auslegung und Kombination Dinge ermöglichen oder auch verhindern. Eine speziellen Fall von Ermöglichung im Rahmen einer "marktkonformen Demokratie" erleben wir derzeit in Schwalmtal-Amern. Um die 2015 von der Tacken GbR entwickelten und von der Politik einstimmig unterstützten  Ideen umsetzen zu können, wird bestehendes Recht neu interpretiert und vergangene Planungen einfach für rechtswidrig erklärt. Wie leicht es sich die Schwalmtaler Politik mit den gemeinwohlorientierten Abwägungen macht, lesen Sie hier


Mittwoch, 7. Februar 2018

"Ankermieter": Über eine mögliche Nebenwirkung des Kempener "Burgtheaters" 

Es ging um zwei Verwaltungschefs und eine Burg. Der eine wollte sie nicht mehr behalten. Der andere wollte sie nicht übernehmen. Und beiden ging es vornehmlich um Aufwand und Ertrag. Doch am Ende siegten Gefühl und Herz und der Wille, mit Mut und neuen Ideen die Kempener Burg aus ihrem Dornröschenschlaf wach zu küssen. Udo Kadagies (Freie Wähler) oder Joachim Straeten (Grüne) sprachen aus, wovon wohl die meisten Befürworter einer städtischen Burg-Übernahme ausgehen: „Auf das Versprechen des Landrats, die VHS als Ankermieter des ersten Stocks zu etablieren, ist Verlass“. Das aber wirft neue Fragen zu den räumlichen Voraussetzungen der kommunalen Pflichtaufgabe Volkshochschule auf. Lesen Sie mehr


Freitag, 2. Februar 2018

"Grüne Schwalmtal" zwischen Prinz und Muse

Vielleicht  war das anregende Interview der Nettetaler Grünen der Prinz, der die Schwalmtaler Grünen aus ihrem fast vierjährigen politischen Dornröschenschlaf geküsst hat. Denn von nun an möchten sie stärker sagen was sie wollen und nicht wollen. Getreu ihrem Motto „Politik von Schwalmtalern für Schwalmtaler“  stellen sie jetzt zwei gut gemeinte,  aber schlecht recherchierte Anträge an den Rat der Gemeinde. Lesen Sie mehr


Montag, 22. Januar 2018

Metropolregion Rheinland: „Och e Jeföhl“ 

Zu welch kuriosen Auswüchsen das rheinische Bemühen im Standortwettbewerb führen kann, wurde im Rahmen der „Rheinischen Dialoge“ in Köln deutlich. Eine aufschlussreiche Diskussion zur „Metropolregion Rheinland“ zeigte am vergangenen Donnerstag, dass ein Naturereignis wie „Friederike“ in wenigen Stunden mehr regionale Wirkung entfalten kann als das jahrelange menschliche  Bemühen um Vorteile im internationalen „Standortwettbewerb“. Diese neoliberale Kopfgeburt braucht – so das Fazit des Abends - mehr PS, mehr prominente Köpfe und mehr Gefühl. Denn noch lebt der Verein mit lohengrinschem No-Name-Marketing und  dem rheinischen Motto „Küste hück net, küste morje“. Lesen Sie mehr 


Samstag, 30. Dezember 2017

Metropolregion Rheinland: Et kütt wie et kütt 

Dr. Ernst Grigat: im März verließ er nach 26 Jahren überraschend den Bayer-Konzern. Acht Monate später übernahm er die Geschäftsführung der Metropolregion Rheinland. Die wiederum entwickelte vor ihrer Gründung im Februar offenbar mehr Aktivitäten als danach. Es sieht aus, als sei nach der Landtagswahl die Luft raus aus dem Projekt. Dabei ist die Definition einer neuen Mental - Region im nordrhein - westfälischen Bindestrich - Land keine leichte Aufgabe, wenn nicht einmal klar ist, ob Düsseldorf zum Rheinland gehört.  Lesen Sie mehr 


Dienstag, 19. Dezember 2017

RPD  -  Mehr graue  weniger  grüne Infrastruktur 

© RPD

Gegen die Stimmen der Grünen und Linken verabschiedete der Düsseldorfer Regionalrat am 14. Dezember 2017 im Grevenbroicher Kreishaus den rund 7.800 Seiten umfassenden Regionalplan Düsseldorf (RPD). Politischer Punktsieger am Ende eines  aufwändigen und vom Anspruch her dialogorientierten Verfahrens ist eine Wirtschaftsförderung mit den rückwärts gewandten Entwicklungskonzepten der 1990er - Jahre. Lesen Sie mehr über den Abschluss des RPD-Aufstellungsverfahrens, über Langenfeld und Lüttelforst, Solingen und Amern, über Entfesselungen und Nachhaltigkeit.


Mittwoch, 8. November 2017

Landwirtschaft: Über Geld, Greening und "Agroschizophrenie" 

"Wir haben es satt" - Während das Image der Agrarwirtschaft schlecht ist, haben Bauern ein gutes Ansehen.  Im Ranking der Berufe stehen Landwirte und Landwirtinnen auf Platz 2 - hinter den Ärzten und Ärztinnen und vor den Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig sind 70 % der Bundesbürger(innen) davon überzeugt, dass Landwirtschaft nicht verantwortungsvoll mit ihren Tieren umgeht, 72% meinen, dass Landwirtschaft nicht umweltbewusst arbeitet und fast 80% werfen ihr einen Raubbau an Boden, Wasser und Luft vor. Die derzeitige Landwirtschaft wird den ambivalenten Ansprüchen der Verbraucherinnen und Verbraucher in den meisten Punkten nicht gerecht. Aber auch die scheinen den Bezug zur landwirtschaftlichen Realität längst verloren zu haben.  Lesen Sie mehr. 

Samstag, 28. Oktober 2017

Viersener Kurve: Staatssekretär stellt klar

Nach den Äußerungen des SPD-Bundestags-abgeordneten Udo Schiefner, des CDU-Landtagsabgeordneten Marcus Optendrenk oder der Viersener Bürgermeisterin Sabine Annemüller glauben viele noch an einen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Kaldenkirchen-Dülken ohne eine Viersener Kurve. Doch Enak Ferlemann, Staatsekretär im Bundesverkehrsministerium, stellt klar, dass zu dem 130-Millionen-Euro Projekt „Ausbau der Schienenstrecke Kaldenkirchen – Viersen – Rheydt –Odenkirchen“ mittlerweile zwei Verbindungskurven gehören. Lesen Sie mehr 


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Auf dem Weg zum „Eisernen Rhein 3.0“? 

„Eiserner Rhein“ – Die umstrittene Wiederbelebung der Schienenverbindung zwischen  Antwerpen und Rheydt wurde wegen der  festgefahrenen Debatte über die richtige Trasse schon mehrfach für tot erklärt. Doch die Europäische Kommission und  die „Wirtschaft“ – vor allem die Stahl- und Chemieindustrie - hielten das Projekt am Leben. In den letzten Monaten zeichnen sich Konturen einer dritten Version  für den belgischen Hafenhinterlandverkehr ab. Deren Grundprinzipien „De Meinweg umkurven“  und  „Personen- und Güterverkehr kombinieren“  wurden bereits vor über einem Jahrzehnt im Rahmen der  Diskussion um die „A52-Variante“ erörtert. Was damals wenig Gehör fand, hat nun -  offenbar  dank der Machbarkeitsstudie „3 RX“ und einiger deutsch-niederländischer „Deals“ -  dazu beigetragen, dass das Bundesverkehrsministerium im Bundesverkehrswegeplan 2030  den Ausbau der Schienenstrecke von Kaldenkirchen über  Dülken bis nach Rheydt-Odenkirchen vom potenziellen in den vordringlichen Bedarf aufgestuft hat. Damit ist die rechtliche Voraussetzung geschaffen, um in konkrete Planungen  einzusteigen. Lesen Sie mehr


Dienstag, 10. Oktober 2017

"Über die Sorge für das gemeinsame Haus"

Ludwig Halberstadt und Professor Dr. Dr. Alexander Lohner diskutierten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kempener "VHS-Grenzlandgrün-Abends" die persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Päpstlichen Umweltenzyklika „Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“. Der Abend war hin- und hergerissen zwischen dem moralischen Anspruch der vielen kleinen Leute, die in vielen kleinen Orten das Gesicht der Welt verändern und Adornos nüchterner Analyse „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Europäische Leitbilder wie Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit machen das  Leben im gemeinsamen Haus Erde nicht gerade einfach,  wenn es zur Moral gehört, „nicht bei sich selber zu Hause zu sein“ (Adorno). Lesen Sie mehr.


Donnerstag, 27. Juli 2017

Chemparks und Klima schützen?

„Zwischen Umwelt und Wirtschaft gehört kein oder“. Ja, aber der Weg bis zum „und“ wird noch anstrengend und konfliktreich.  Die einen sehen das Weltgefüge kurz vor ökologischen und sozialen Kipppunkten und wollen das scheinbar Unmögliche noch möglich machen. Die anderen speisen ihre Zukunftsanalysen aus der jüngeren Vergangenheit und sind sich sicher alte Erfolge wiederholen zu können. Und irgendwo zwischen diesen Weltbildern wird der öffentliche Boden demokratisch aufgeteilt: Der Regionalplan Düsseldorf in der dritten Auslegung… Lesen Sie mehr


Montag, 17. Juli 2017

"Rio +25"  – Über  die Nachhaltigkeit in Willich und NRW

Willich 2030:  Alle Menschen nehmen am gesellschaftlichen Leben teil, sind emissionsfrei und klimaneutral unterwegs, leben effizient und ressourcenschonend, entwickeln „vor Ort“ die biologische Vielfalt und treffen ihre Konsumentscheidungen im Sinne der globalen Verantwortung. Die Energie stammt ausschließlich aus lokalen, regenerativen Energiequellen…25 Jahre nach der Rio- Konferenz für Umwelt und Entwicklung möchte sich die Stadt Willich auf den Weg zur global nachhaltigen Kommune machen. Und in NRW heißt es "Heute handeln"...In der „VHS-Grenzlandgrün-Reihe“ stellten Charly Hübner (Stadt Willich) und Judith Schwethelm (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) ihre Thesen zur Entwicklung der kommunalen und regionalen Agenda 21 und Agenda 2030 - Prozesse zur Diskussion.  Lesen Sie mehr

Mittwoch, 21. Juni 2017

 "Qualität statt Quadratmeter" – Über das Landleben am Niederrhein 

Zuviel gebaut – der Wert des ländlichen Einfamilien-hauses wird sinken.  Die "Verländlichung" der Städte hat begonnen, die Verstädterung des Landes geht zu Ende. Das seit Tausenden von Jahren immer wieder neu beschriebene Verhältnis von Stadt und Land wird gerade neu austariert. Dabei könnte die jüngst veröffentlichte IW-Studie Nr. 44.2017 auch im Kreis Viersen das Umdenken in der Orts- und Regionalentwicklung stärken: Nicht mehr das Bauland nimmt zu, sondern die soziale Qualität… Lesen Sie mehr 


Samstag, 5. Mai 2017

Gartenglück und Gesellschaftsveränderung

Aus Gärtnern wird Urban Gardening. Selbstversorgung, Naturerleben, Entschleunigung und Sinnlichkeit im Gemeinschaftsgarten gilt manchen Kulturwissen-schaftlern, Soziologinnen oder Transition-Town –Aktivisten als ein grundlegender Schritt auf dem Weg zur solaren postfossilen Gesellschaft. Idyllisches Stadtgrün bildet den Kontrast zu ausgeräumten Flächen des ländlichen Raums. Der "VHS-Grenzlandgrün" - Abend “Gartenglück, Permakultur & Co – Der Garten als Zukunftslabor?” beschäftigte sich  mit dem neuen Gärtnern und dessen Auswirkungen auf Persönlichkeits-, Regional- und Gesellschaftsentwicklung. Gäste waren Sabine Mund (Permakultur Mönchengladbach), Dorothée Reuther (Projekt Josefsgarten) und Claudia Schlangen (Kleingartenverein Pesch 1916 e.V.) . Lesen Sie mehr


Donnerstag, 23. Februar 2017

"100 Hektar Politik": Über ein Gewerbegebiet zwischen Dülken und Hardt  

Mit dem Stichwort “Mackenstein-Erweiterung” verbinden viele Dülkener und Viersenerinnen die Kontroverse rund um “Reuter” und den Bebauungsplan “Mackenstein-Peschfeld”.  Doch unter dem Stichwort “Mackenstein” steht in diesem Jahr das “zehnfache Kaliber” auf der politischen Tagesordnung. Es geht um das im Regionalplan vorgesehene  Gewerbegebiet zwischen Dülken und Hardt südlich der Kreisstraße 8 (Hausen),  westlich der Landstraße 372 (Rheindahlener Straße/Hardter Landstraße) in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hausen, Bäumgeshof, Tillerhöfe, Schomm, Wey oder Piperlohof. Lesen Sie mehr

Mittwoch, 15. Februar 2017

Geldströme und nachhaltige Entwicklung im Grenzland

Der  Klimawandel birgt neben ökologischen und gesellschaftlichen offenbar auch  finanzielle Risiken, die jeden in seiner Geldanlage oder Altersvorsorge betreffen können. Um den spannenden Zusammenhang von Altersvorsorge, Versicherungen oder gewinnbringenden Geldanlanlagen mit Energiewende, Klimaschutz oder nachhaltiger Entwicklung ging es bei der VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung  "Divestment und Investment - Über den nachhaltigen Umgang mit Geld" Worin besteht das Risiko der Kohlenstoffblase? Was können private und öffentliche Geldanleger tun, wenn sie den Klimaschutz oder den Wandel zu einer ökologisch und sozial verträglichen Welt unterstützen wollen? Welche gesetzlichen Möglichkeiten gibt es? Wovon sollte man die Finger lassen? Welche  Hürden müssen noch überwunden werden? Welche ökonomischen Risiken sind zu beachten? Wie können wir globale und regionale Geldströme beeinflussen? Wie geht Dekarbonisierung von unten? Gäste waren:  Martin-Sebastian Abel (MdL), Jürgen Cleven (Volksbank Viersen),  und Hans-Detlev Speckmann (Finanzberater). Lesen Sie mehr


Montag, 12. Dezember 2016

Metropolregion Rheinland: “Wat soll dä Kwatsch?”

Sie umfasst 8,5 Millionen Einwohner*innen auf 12.300 km² Fläche. Sie hat im Sommer 2016 in Sachen “Viersener Kurve” Verärgerung hervorgerufen. Sie löst derzeit in 13 Kreistagen und 10 Stadträten zum Teil heftige Diskussionen aus. 

Sie will sich europäisch öffnen und grenzt sich vom Ruhrgebiet ab.  Am 20. Februar 2017 soll sie gegründet werden. Doch einiges spricht dafür, sie “nachhaltiger” vorzubereiten und den sog. Formatierungsprozess um ein Jahr zu verlängern. Die Rede ist von der “Metropolregion Rheinland”. Lesen Sie mehr   

 

Freitag, 25. November 2016

Wohin steuert die Bioökonomie? 

Bioökonomie, „Greenport“, „Agrobusiness“, „Cradle to Cradle“, „Kreislaufwirtschaft“ „functional food“ oder „Leistende Landschaft“...  Irgendwie geht’s diesseits und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze um mehr als um Pflanzen- und Gemüsehandel. Es geht auch um die Zukunft der Industrie, der Landwirtschaft, ja unseres Planeten. Das Zeitalter von Öl, Kohle und Gas geht zu Ende. Rohstoffe werden knapp. Ersatz muss her. Natürliche Ressourcen sind gefragt. Pflanzen und Bio-Abfall liefern Energie, sichern Ernährung und „machen Chemie“. Kaskadennutzung ist angesagt: essen – verfüttern – stofflich verwerten - energetisch nutzen – entsorgen…    

„Ein Mehr mit weniger“ – Wachstum oder eine „Weniger ist mehr“ – Reduktion? Gesinnungswandel oder greenwashing? Tun was man weiß oder erst mal nicht ganz genau wissen, was man tut? Tank oder Teller? Von der Natur lernen oder Natur nutzen? Flächenfraß für Energiesicherheit? Handel oder Selbstversorgung?   Grund genug, in der VHS-Grenzlandgrün-Reihe mit der Journalistin und Buchautorin einmal grundsätzlich über die aktuellen Entwicklungen der Bioökonomie  zu diskutieren: Neuer Raubbau oder Wirtschaftsform der Zukunft. Lesen Sie mehr 


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Bioökonomie im Grenzland - Was geschieht in der Region? 

Nicht nur regional befindet sich die “Bioökonomie im Grenzland”. Dr. Peter Welters, Onno Rudolf Jongkind und Alfons Kuhles haben bei der "VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung" die nicht einfache Aufgabe bewältigt, unter dem Leitbild „Den Pflanzen gehört die Zukunft“ interessierte Erwachsene anschaulich in biochemisches, ökonomisches und technologisches Neuland einzuführen. Sie stellten mit ihren Unternehmen drei bioökonomische Handlungsfelder zur Diskussion: Forschung und Entwicklung, Energie und Ernährung. Lesen Sie mehr


Donnerstag, 6. Oktober 2016

SOLAWI, Permakultur & Co – Auf dem Weg zur Agrarwende?

Noch werden sie belächelt wie die Solarselbstbaugruppen in den 1980er Jahren. Aber derzeit sind's die kleinen niederrheinischen Initiativen rund um das Thema Ernährung/Landwirtschaft, die die großen Schritte auf dem Weg zur Agrarwende machen. Dies zeigte jüngst eine VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung in Viersen. Lesen Sie mehr    

 

 Montag, 3. Oktober 2016

3RX - Neue Perspektiven für den Eisernen Rhein?

Schon im Sommer 2017 könnte die Diskussion um den ‘Eisernen Rhein’ und die ‘Viersener Kurve’ wieder aufflammen. Denn dann liegen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur ‘Rhein-Ruhr-Rail-Connection’ (3RX) vor. Das 2015 zwischen Flandern, NRW und der EU vereinbarte Millionen-Projekt soll die Chancen und Risiken einer Eisernen Rhein-Trasse von Antwerpen über Roermond - Venlo – Viersen – Krefeld gründlich bewerten. Bei dieser  vom Bundesverkehrsministerium in die Diskussion eingebrachten Variante geht es um einen kostengünstigen Ausbau der vorhandenen Strecken Roermond/ Venlo , Kaldenkirchen/Dülken und Rheydt/Odenkirchen. In Viersen sollen sich die Züge in Richtung Krefeld/ Duisburg und in Richtung Rheydt/Grevenbroich/Köln verteilen. Lesen Sie mehr


Freitag, 9. September 2016

Rheinland schnell vermarkten oder gründlich entwickeln?

Sein Zeitplan wirkte ambitioniert. Und er hat das Potenzial, eine ganze Region zu verändern. Die Rede ist vom sog. Formatierungsprozess des Vereins "Metropolregion Rheinland". In ihm wollen sich Industrie -, Handels- und Handwerkskammern mit den Kreisen und kreisfreien Städten des erweiterten Rheinumfelds zusammenschließen. Das ersteckt sich vom Kreis Euskirchen im Süden bis in den Kreis Kleve im Norden, umfasst das Bergische Städtedreieck Wuppertal - Solingen - Remscheid sowie den Raum Aachen, Düren und Heinsberg. Auch der Kreis Viersen ist Bestandteil der Metropolregion. Er wollte in der kommenden Woche den Beitritt beschließen lassen. Doch jetzt haben die Regierungspräsidentinnen aus Köln und Düsseldorf auf die Bremse getreten. Lesen Sie mehr...


 Dienstag, 23. August 2016

"Jenseits der Beklommenheit" – Gesellschaftlicher Sprengstoff aus Kempen

Die gesellschaftliche Anspannung nimmt zu. Krise - eigentlich die Ausnahme – ist zum Dauerzustand geworden. Selbst im diesjährigen „Sommerloch“ riss die Kette von Horrormeldungen und Katastrophenbildern nicht ab. Terroranschläge erschütterten  München, Würzburg und Ansbach. Grund genug, den Kempener Politologen und Pädagogen Professor Dr. Klaus-Peter Hufer zu einem RP- Sommerinterview zu bitten. Doch der Experte für Erwachsenenbildung fühlt sich selbst zunehmend beklommen. Seine Antworten auf die immer komplexeren Fragen rund um die gesellschaftliche Zukunft  erscheinen auf den ersten Blick erstaunlich simpel,  könnten aber auch neue Ressentiments hervorrufen. Lesen Sie mehr... 


Mittwoch, 25. Mai 2016

Von Kiemen und Kommunen: Metropolregion Rheinland 

Ein aktuelles Vorhaben im raumplanerischen Gegenstromprinzip ist die Vereinigung von Kölsch und Alt, Alaaf und Helau in einer  Metropolregion Rheinland. Industrie, Handel, Handwerk und Verwaltungsbeamte wollen in einer neuen Vereinigung   die alte Erbfeindschaft zwischen Köln und Düsseldorf überwinden. Lesen Sie mehr

 

Freitag, 20. Mai 2016

"Unsere erfolgreichen Baugebiete” – Über das Siedeln im Grenzland  

Wer durch die Neubaugebiete des Grenzlands geht, kann die 60 Jahre alte Diagnose des Bauhaus-Begründers Walter Gropius weiterhin für  aktuell halten: “ Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen.” Aber seit 10 Jahren entwickelt sich am Ortsrand von Viersen-Süchteln eine interessante Alternative. Lesen Sie mehr. 


Montag, 18. April 2016

Vom Schwalmtaler Insektenhotel und einer ökologisch orientierten Politikkohärenz 

Was verbindet seit gestern die Schwalmtaler Obstwiesenfreunde und den Biotop-Neigungskurs der Janusz-Korczak-Realschule mit der Europa-Union Deutschland? Lesen Sie mehr 

 Mittwoch, 8. März 2016

Aus für den Ferienpark Bracht

In einem Vertragsverletzungsverfahren fordert die Europäische Kommission das endgültige Aus für die Brachter Ferienparkspläne. Sie macht den Kreis Viersen darauf aufmerksam, dass  die dafür vorgesehen Flächen des ehemaligen Munitionsdepots Bracht im Landschaftsplan als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet auszuweisen seien. Lesen Sie mehr


 Samstag, 30. Januar 2016

Mehr Wald an den Niederrhein 

In Jahrmillionen gewachsen – in Jahrzehnten ausgebeutet. Ohne Wälder hätte es kein deutsches Wirtschaftswunder gegeben, auch kein güdderathsches Logistikzentrum, kein glasfaserloses Gewerbegebiet und keine nahversorgungsarme Eigenheimsiedlung. Aber laute Stimmen aus Politik und Wirtschaft fordern in ihren Stellungnahmen zur landesweiten und regionalen Entwicklungsplanung nicht die Waldvermehrung, sondern noch mehr Flächenversiegelung. Lesen Sie mehr


Sonntag, 24. Januar 2016

Landesentwicklung nachhaltig steuern

Die grüne Regionalratsfraktion hat eine eigene Stellungnahme zum zweiten Entwurf des Landesentwicklungsplans (LEP) abgegeben. Darin kritisiert sie dass sich der Freiraum- und Naturschutz nur noch umsetzen ließe, wenn er den Flächenansprüchen für Siedlung und Gewerbe nicht entgegenstehe. Lesen Sie mehr 


Mittwoch, 18. November 2015

Elmau - New York - Willich:  Chancen für eine kommunale Neuorientierung?

Global vorzubeugen sei besser als lokal zu heilen, so heißt es angesichts der durch Flüchtlinge offenbar werdenden kommunalen Handlungsgrenzen. Um krisenfest zu werden, bräuchten   die Kommunen eine global orientierte Nachhaltigkeitsstrategie für ihre soziale, ökologische und ökonomische Entwicklung. Eine Strategie, die sich von unrealistischen Erwartungen und kurzfristigem Denken verabschiedet, eine Strategie, der faire Beschaffung und Naturschutz wichtiger sind als Kunstrasen und Neubaugebiete für Einfamilienhäuser.  Die Beschlüsse, die dazu 2015 weltweit und regional zu Papier gebracht wurden, gehen vielen noch längst nicht weit genug. Aber sie bieten Chancen für eine kommunale Neuorientierung.  Lesen Sie mehr 


Mittwoch, 27. Mai 2015

Raumplanung unter Wachstumsdruck?

Die erste Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung beim Landesentwicklungsplan und beim Regionalplan Düsseldorf  zeigt eines.  Selbst das umstrittene - auf den Verband der Chemischen Industrie zurückgehende - Nachhaltigkeitsdreieck gehört nicht mehr zum Mainstream der Zukunftsdebatten. Damals galt, dass die ökologischen, ökonomischen und sozialen Zukunftsherausforderungen durch eine konsensorientierte Politik ausgeglichen werden könnten. Heute scheint selbst die langfristige Raumplanung so von der Ökonomie bestimmt zu sein, dass manch einer glaubt, wachsende Wirtschaftsräume könnten den demografischen Wandel und naturwissenschaftliche Gesetze außer Kraft setzen. Es ist an der Zeit, sich wieder natürliche Grenzen bewusst zu machen und ideologische Schranken zu überwinden. Lesen Sie mehr 

 Samstag, 16. Mai 2015

Was bleibt von der kommunalen Demokratie im Kreis Viersen?

Vor einigen Tagen veröffentlichten CDU und SPD Kreis Viersen eine gemeinsame "Agenda 2020". Sie könnte die demokratische Erosion beschleunigen, wenn die kleinen Parteien nicht dagegen halten. Lesen Sie mehr


Samstag, 31. Januar 2015

Lebensqualität unter dem  Gegenstromprinzip

Bei der Bürgerbeteiligung zum Regionalplan Düsseldorf vermisste Ludger Peters in  der Rheinischen Post am 29. Januar 2015 sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch all-gemeinverständliche Erklärungen zur regio-nalen Entwicklung der nächsten 20 Jahre. Vielleicht macht es ja auch Sinn, mehr über Lebensqualität unter den Bedingungen des demografischen Wandels und der kapitalistischen Systemzwänge zu diskutieren als 2.500 Seiten zu lesen, Planzeichen zu entschlüsseln und alles über RGZ, BSLE oder ASB zu lernen. Denn im Angesicht der ökologischen, ökonomischen und sozialen Systemgrenzen wächst offenbar das allgemeine Unbehagen schneller als der Glaube an planerische Wachstumsprognosen schrumpfen kann. Lesen Sie mehr

  Samstag, 1. November 2014

"Landluft macht frei"

Warum die Debatte um Landschaft und Landwirtschaft an der Dülkener Nette eine Agrarwende von unten beschleunigen könnte, lesen Sie hier  


Montag, 15. September 2014

Schwalmtal und die Bürgerbeteiligung

Dass nur drei Bürger den Weg in die Schwalmtaler Auftakt- und Infoveranstaltung zum "Bürgerhaushalt 2015" fanden, hat auch hausgemachte Gründe.  Lesen Sie mehr


Sonntag, 14. September 2014

Geen Plaats voor Fraccen  

10 Millionen Liter Wasser pro Bohrloch werden mit einer geheimen Mischung aus Sand und diversen Chemikalien in tiefe Erdschichten gepresst,  um Schiefer zum Bersten zu bringen, damit Erdgas heraustritt. Dieses risikoreiche Verfahren nennt sich "Fracking". Es steht im Verdacht, Trinkwasser zu vergiften und Erdbeben auszulösen. Ursprünglich wollte die niederländische Regierung  - offenbar mit Einverständnis der Bundesregierung - Bohrungen im niederrheinischen Grenzland zulassen.Es gibt  zahlreiche Einwendungen. Heute haben  die Brüggener Grünen unter Federführung von René Bongartz eine pfiffige Kunstaktion auf den Weg gebracht. Sie schicken in Zusammenarbeit mit deutschen und niederländischen Grünen 100 gelbe Warn- und Proteststühle auf 100 Wege nach Den Haag. Die Stühle sollen spätestens am 15. November beim niederländischen Wirtschaftsministerium ankommen. Oliver Krischer, stellvertretender grüner Bundestagsfraktionsvorsitzender, hätte gern auch ein paar Stühle nach Berlin geschickt, um die Bundesregierung daran zu erinnern, Fracking zu verbieten und das Bergrecht zu verschärfen. Hier gibt es weitere Bilder. Hier der Bericht aus der RP vom 15. September 2014. 

Samstag, 13. September 2014

Regionalplan Düsseldorf - Mehr Gewerbe- und Siedlungsflächen für`s gute Leben?

Warum es sich lohnen könnte,  sich mit dem umfangreichen „Entwurf zum Regionalplan Düsseldorf“ zu beschäftigen, lesen Sie hier