niederrheinisch - nachhaltig 

17.01.2022

Oxfam: Corona und die Gewalt der Ungleichheit

220117- 7.jpgAnlässlich der virtuellen „Davos Agenda“ des Weltwirtschaftsforums (17.- 21. Januar 2022) (1) hat die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam heute den 60-seitigen Bericht „Inequality kills“ (2) veröffentlicht.  Manuel Schmitt und Tobias Hausschild (Oxfam Deutschland) haben ihn auf 16 Seiten zusammengefasst und eine aktuelle Gerechtigkeitsagenda für die Mitglieder der neuen Bundesregierung, des Deutschen Bundestags und der Parteien hinzugefügt (3). Aus „Ungleichheit tötet“ wurde in der deutschen Übersetzung eine „Gewaltige Ungleichheit“. Der Bericht zeigt, wie die Corona-Pandemie soziale Ungleichheit verschärft hat, warum die Lösung in einem gerechteren Wirtschaftssystem liegt und was die Politik konkret tun sollte.

Rekordgewinne für Konzerne und Milliardär*innen auf der einen, Einkommensverluste für die meisten Menschen und zunehmende Armut auf der anderen Seite. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 20:18 @ Allgemein, Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

20.12.2021

„Bündnis Bodenwende“ fordert eine Enquete-Kommission zur gemeinwohlorientierten Bodenpolitik

Folie1.jpgDer Boden spielt eine Schlüsselrolle für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte: soziale Wohnraumversorgung und gleichwertige Lebensverhältnisse, wirksamer Klimaschutz und Klimaanpassung, Erweiterung der grünen Infrastruktur, sozialer Zusammenhalt, gerechte Vermögensverteilung bis hin zu Artenschutz, naturverträglicher und nachhaltiger Landwirtschaft,  Nahrungsmittelproduktion und der Bewältigung von Pandemien. Bodenpolitik ist eines der wichtigsten und am meisten vernachlässigten Politikfelder.

Planwertsteigerungen und Bodenspekulationen gehören zum deutschen Alltag. Die Baulandpreise sind zwischen 1992 und 2020 um 363% gestiegen (1). Für vermögende Grundeigentümer*innen ist Deutschland ein Steuerparadies. 

Mit dem neuen Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat sich die Ampelkoalition vorgenommen, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 17:49 @ Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

09.12.2021

“Neue Fakes und altes Denken”: Studie zu vermeintlich nachhaltigen Lösungen in der Landwirtschaft

2021-12-09 Vemeintlich nachhaltiger Lsungen ftr dier Landwirtschaft.pngPräzisionslandwirtschaft, Indoorfarming, Turbokühe, CRISPR/CAS, Climate-Smart Agriculture, Superfood-Pflanzen, carbon farming, smart fields-Strategie, Bioenergie, regenerative Landwirtschaft, Pflanzenkohle oder der Humusaufbau als Tool in der Logik der CO2-Zertifikate…

Alle paar Jahre wird irgendeine Supertechnik promotet und der große Wurf in Sachen nachhaltiger Landwirtschaft verkündet. Was grün klingt, dient allzu häufig dazu, das Auslaufmodell einer ineffizienten, energieaufwändigen und industriellen Landwirtschaft aufrecht zu erhalten. 

Dabei ist seit vielen Jahren klar, dass die Landwirtschaft in Europa nachhaltiger werden muss und eines grundlegenden Wandels bedarf. Die Potenziale von ökologischer Landwirtschaft, Permakultur, Agroforst, Agro-Photovoltaik oder Pilzsymbiosen werden noch unterschätzt.

Stattdessen werden Forschungs- und Fördergelder aufgewandt und Beratungskapazitäten gebunden, um immer wieder Ausflüchte zu finden, warum es nicht rechnet, in längst bekannte und deutlich nachhaltigere Landwirtschaftskonzepte und -systeme zu investieren.

Ein „Weiter so“ mit der industriellen Landwirtschaft gefährdet unsere Lebensgrundlagen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 15:55 @ Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

13.10.2021

Aufbruch in die Klimaneutralität - Abrissmoratorium für Lützerath

Moratorium.jpgAm 31. Oktober beginnt in Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz. Derzeit läuft die UN-Konferenz zum Artenschutz und in Berlin wird zwischen SPD, Grünen und FDP sondiert, mit welchen Maßnahmen eine neue Bundesregierung das Klimaschutzgesetz umsetzen könnte. Begleitet wurden die Gespräche in den letzten fünf Tagen mit Studien und Appellen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 08:49 @ Akteure und Konzepte, Wirtschaft und Finanzen, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge, Strukturwandel im Rheinischen Revier | Kommentar hinzufügen

13.08.2021

Windräder gegen Dürre?

Clemens Jauch.jpgEs mutet etwas fantastisch an. Der Flensburger Windenergie-Professor Clemens Jauch will mit Windrädern Niederschlag für vertrocknete Wiesen, verdorrte Felder oder trockene Wälder produzieren. Das System aus Verdunstung, Wolkenbildung und Niederschlag hat sich an manchen Stellen der Erde verändert. „Ich möchte den Wasserkreislauf unterstützen, stärken”, sagt Jauch.

Die Idee dazu hat Jauch in seinem Forschungssemester unter dem Titel „Atmosphärische Bewässerung mit Windenergieanlagen“ entwickelt. Er schlägt vor, über die Rotorblätter von Windenergieanlagen Wasser in die Atmosphäre zu bringen, wo es in Form von Tröpfchen oder Dampf vom Wind verteilt wird. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 21:21 @ Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

30.07.2021

Gewässerschutz: Verschleppt und vernachlässigt

2021-07-29 Birgit Bllinger auf Pixabay.jpgIn Viersen wird seit Januar 2019 an einem 2,5 km langen Regenrückhaltekanal gebaut. Er soll im Juli 2022 fertig werden und bei Starkregen rund 17.500 Kubikmeter Wasser zwischenspeichern. Die Viersener Grünen forderten am 26. Juli ein besseres Starkregenmanagement für das Viersener Stadtgebiet und lösten damit eine kontroverse Diskussion aus. Zu kurz kommt in der Debatte die Frage, warum in NRW die europäischen Richtlinien zum Gewässerschutz und zum Management von Hochwasserrisiken so schlecht umgesetzt werden, dass bereits über Klagen und Vertragsverletzungsverfahren geredet wird. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 08:00 @ Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

23.07.2021

CEDIM: Hochwassergefahren wurden unterschätzt

2021-07 Sandhaase auf Pixabay.jpgUm Hochwassergefahren besser einschätzen zu können, sollen Gefahrenkarten historische Daten einbeziehen. Dafür plädieren 12 Forschende der Forensic Disaster Analysis Group (FDA) am CEDIM – Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) 

Die FDA hat am 21. Juli einen ersten 31-seitigen Bericht zur Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Darin kartiert sie Überflutungsflächen mit 19.396 Gebäuden und analysiert die meteorologischen und hydrologischen Ursachen sowie bisher bekannte Schäden. 

Der Ahr ist ein Kapitel zum historischen Kontext gewidmet. Derzeit basieren die Hochwassergefahrenkarten für das Ahrtal auf einer Abflussstatistik mit Messdaten ab 1947. 

Für Altenahr wird das Jahrhunderthochwasser mit einem Abfluss von 241m³ pro Sekunde beziffert. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 23:25 @ Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

BUND: 16 Punkte zum politischen Umgang mit Dürren und Hochwasser

2021-07-23 Hermann Traub.jpgNach den Dürresommern 2019 und 2020 ist der Sommer 2021 durch dramatische Hochwasserereignisse geprägt. Mehr als 170 Todesopfer sind zu beklagen. Immer noch werden Menschen vermisst.

Die aktuellen Debatten beschäftigen sich mit den Defiziten beim Katastrophenschutz mit der der Klimapolitik oder mit der Anpassung an Klimafolgen. Miriam Haritz leitet die Abteilung Krisenmanagement im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 12:18 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge, Strukturwandel im Rheinischen Revier | Kommentar hinzufügen

11.06.2021

SVEN als ÖPNV-Brücke und Stromspeicher?

power-plug-309142_1280.png2021 werde das „Shared Vehicle Electric Native“ (SVEN) durch das niederrheinische Grenzland fahren. Das hatte Tafil Pufja auf einer VHS-Grenzlandgrün-Veranstaltung am 11. Oktober 2018 versprochen. SVEN böte die Möglichkeit, individuell zugeschnittene Mobilitätsangebote für den Einzelnen zu entwickeln und diese effizient mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zu verzahnen. Das könne helfen, Individualverkehr und damit einhergehende Emissionen zu reduzieren, so der damalige Geschäftsführer der NEW-Re GmbH. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 20:39 @ Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

20.01.2021

IAWR-Appell: Wasser schützen - GAP umsteuern

GAP 2.jpg„Wasser ist unersetzbar und sauberes Trinkwasser für alle unverzichtbar“. Deshalb führe an einer beherzten, zukunftsfähigen Transformation der Agrarwirtschaft kein Weg vorbei. So argumentieren führende Wasserwirtschaftsverbände in einem groß angelegten Aufruf zur Wertschätzung und Reinhaltung unseres Wassers. Die bisherigen ministeriellen und parlamentarischen Beschlüsse zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) seien unzureichend. Deren Änderung sei alternativlos. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 07:58 @ Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

29.12.2020

Wasser 2027: Das ererbte Gut verteidigen

Wasser 2 krrogiert.jpg„Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.“ – So beginnt die vor 20 Jahren in Kraft getretene europäische Richtlinie zur Wiederherstellung der Wasserqualität. Grundwasser, Flüsse, Bäche und Seen waren damals und sind heute noch mehrheitlich in einem schlechten ökologischen Zustand. Dies zu ändern, ist Nachhaltigkeitspflicht. Denn auch künftige Menschen brauchen sauberes Wasser. Die ursprünglich für 2015 und dann für 2021 vorgesehenen Qualitätsziele wurden und werden in NRW krachend verfehlt. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 08:09 @ Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

19.12.2020

Ist Trinkwasserschutz “eine große Frage unserer Zeit”?

Trinkwasserrichtlinie.jpgIm Juni 2017 wollten CDU und FDP die nordrhein-westfälische Wirtschaft mit einem Koalitionsvertrag für Braunkohle, Kies und Flächenversiegelung als Nr.1 im europäischen Standortwettbewerb platzieren. Seitdem gab es drei Dürren, eine Kohlekommission, das Konzept des europäischen green deal, Fridays for Future und eine Pandemie. 

Unter der Überschrift „Verheizte Heimat“ berichtet die TAZ heute von einem internen Memo des Bundeskanzleramts. Darin werde vermerkt, dass die Absicherung von Garzweiler II ein zentrales Anliegen von RWE/NRW gewesen sei. Im November wiesen „Grenzlandgrün“ und die Initiative „Finger weg von unserem Trinkwasser“ darauf hin, dass sich das NRW-Umweltministerium die Wasserschutzgebietsverordnung von einem Fördermitglied des Vero-Baustoffverbands erarbeiten lässt. In der vergangenen Woche gruben das Europaparlament, der Düsseldorfer Regionalrat und das „Forum für öffentliche Sicherheit“ der Düsseldorfer nicht-nachhaltigen Entfesselungsideologie weiteres Wasser ab. 

Es geht um die neue europäische Trinkwasserrichtlinie, einen Beschluss zur Novellierung des Landeswassergesetzes und die Risikoanalysen im „Grünbuch 2020“.Lesen Sie mehr…

Grenzlandgruen - 09:12 @ Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen



 

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